Zwiemilchernährung

Zwiemilchernährung. Hier könnte es Aufschreie geben, dachte ich mir bereits als ich damit begann, diesen Artikel zu verfassen. Es gibt verschiedene Gründe dafür, warum eine Mutter ihr Baby sowohl mit Muttermilch, als auch mit Gekaufter ernährt. Oft greifen darauf Mamas zurück, die Mehrlinge bekommen haben und sich so etwas Freiraum verschaffen. Auch aber die Mütter, die zum Teil wieder abwesend sind aufgrund der Arbeit beispielsweise. Eindeutiger Vorteil der Zwiemilchernährung ist, dass das Fläschchen durchaus auch jemand anderes geben kann. Ist Mama aus dem Haus, kann der Vater das Stillen übernehmen ohne, dass erst abgepumpt werden muss. Und eines vorab: Nein – das ist kein Anlass, um sich nun gegenseitig zu zerreißen, weil „Muttermilchmafia“ gegen „Fertigmilchrabenmütter“ anzutreten haben.

Wieso gibt es Zwiemilchbabys?

Es gibt Mamas, deren Arbeitgeber eine SOS-Meldung senden, weil sie im Berufsleben unverzichtbar ist.

Es gibt Mamas, die einfach gerne eher wieder schon ein bisschen wieder arbeiten wollen.

Es gibt Mamas, die abwesend sein müssen, um sich beispielsweise um ein anderes Familienmitglied zu kümmern oder weil eine wichtige Reise ansteht.

Und: All das ist total okay so! :) Das gilt akzeptiert! Ganz gleich, wie man es selbst handhaben will oder wird oder bereits tat.
Der Grund, den es einfach nicht gibt, ist: „Ich hatte/habe nicht genug Milch“ – denn das ist totaler Quatsch, dafür sorgt Mutter Natur und es bedarf Durchhaltevermögen. Diese Ausrede ist schlicht inakzeptabel. (Warum? Weil wir dann bereits ausgestorben wären, denn angeblich hat ja jede zweite Mutter nicht ausreichend Milch. Oder eben nicht ausreichend Disziplin.)

Irgendwann kann es auch sein, dass das Baby zu Anfang voll gestillt worden ist, aber irgendwann an Gewicht nicht mehr zunimmt. Hier entscheiden sich dann viele Mamas für das Zufüttern. Milchnahrung aus der Flasche macht dann einfach auch mehr satt, sodass das Baby abends besser in den Schlaf kommt und womöglich auch nachts deutlich besser durchschläft.

Das möchte ich aber wiederrum einschränken: Denn letztendlich passt sich auch hier der mütterliche Körper im Normalfall an den Bedarf des Kindes an. Ich selbst musste manchmal viele Stunden an Abenden während der Stillzeit im Rahmen eines Wachstumsschubes mein Kind stillen. Wichtig ist hier jedoch, dass man darauf achtet, oft genug die Seite zu wechseln. So werden beide Buden gleichmäßig gefordert.

Wie bewerkstellige ich das?

Es gibt zweierlei Zwiemilchkinder: Die einen werden zunächst voll gestillt, um dann später teilweise mit Folgemilch zusätzlich gefüttert zu werden, sodass die eine oder andere Muttermilchmahlzeit ausfällt.

Generell wird empfohlen erst mit dem Zufüttern zu beginnen, wenn das Baby wirklich bereits eine Weile voll gestillt worden ist. Das ist wichtig für die Stillbeziehung, die eine ganze Menge für die Bindung zwischen Mutter und Kind beiträgt.

Sorgt das nicht für Bauchschmerzen?

Die Umstellung sollte unbedingt ganz langsam erfolgen. Viele Mütter beginnen gleich damit, abends die Stillmahlzeit weg zu lassen und stattdessen die Flasche zu geben, weil diese Milch langanhaltender sättigen soll. Ich würde damit besser zu Mittag beginnen. Denn: Wenn es so ist, dass das Baby Blähungen bekommt, quält es sich damit dann nicht nachts.

Schön wäre es, wenn bitte diese Still- und Flaschenmahlzeiten fest sind, also nicht variieren.
Außerdem muss unbedingt darauf geachtet werden, dass die richtige Milch zugefüttert wird. Ewig kann man PRE nicht geben, dann reicht nämlich auch das nicht mehr.

Foto © Elena Stepanova – Fotolia.com

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