22. Schwangerschaftswoche

Nun bereitet sich Deine Brust auf das Stillen Deines Kindes vor.

Der Papa Deines Kindes sollte sich angewöhnen, das Baby ernst zu nehmen. Denn das Kleine kann ihn gut hören. Das kann auch später, nach der Entbindung, beruhigend für den Säugling wirken, wenn die Stimme bereits so bekannt ist.

Wie sieht es gerade bei meinem Baby aus?

28 Zentimeter groß ist Dein Baby jetzt und wiegt circa 475 Gramm.

Im Moment ist das Kleine noch recht faltig, das Fettpolster baut sich ja auch noch auf.
Dein Baby wächst nun in die Länge langsamer, aber nimmt dafür schneller zu.

Und da das Kleine ja schon gar nicht mehr so klein ist, wird nun sogar auch der Schluckauf Deines Babys sichtbar. Rhythmus wird der Bauch etwas springen, unbemerkt bleibt der Schluckauf nun nicht mehr. Dieser entsteht durch die Schluck- und Atemübungen im Fruchtwasser. Dass Babys oft Schluckauf haben, ist eher ein gutes Zeichen, denn das bedeutet ja, dass das Atmen fleißig geübt wird. Auch nach der Geburt kann es oft zu Schluckauf kommen.

Die kleinen Augen sind übrigens nun beinahe ganz fertig, nur die Pigmente der Iris fehlen noch. Die Lippen sind jetzt vermutlich schon richtig schön voll.

Die ersten Zahnknospen bilden sich unter dem Kiefer.

Der Herzschlag Deines Babys ist unter Umständen nun bereits mit bloßem Ohr hörbar, wenn Dein Mann seinen Kopf an Deinen Bauch hält. Du selbst kannst mittels eines speziellen Stethoskops auch mal in Deinen Bauch hineinlauschen, wie es Deine Hebamme vermutlich bereits regelmäßig macht.

Überraschung! Doch Zwillinge!

Bei Mehrlingsschwangerschaften besteht erhöhtes Risiko einer Frühgeburt bzw. oft sind die Kinder dann noch untergewichtig. Auch Kinder mit einem Pfund Gewicht haben heute sehr gute Überlebenschancen.

Bei der großen Untersuchung, die ja zwischen der 19. Schwangerschaftswoche und der 22. üblich ist wird abermals untersucht, ob Du wohlmöglich doch überraschend Zwillinge bekommst.

Ich leide unter häufigen Wadenkrämpfen. Was kann ich dagegen tun?

Sprich es bei Deinem Gynäkologen an, denn Krämpfe sind häufig das Resultat eines Magnesiummangels.

Entsprechende Präparate wird Dein Arzt Dir gegebenenfalls empfehlen, aber auch durch die Nahrung kannst Du auf ausreichend Magnesiumzufuhr achten:

In Milchprodukten und Nüssen, Gemüse und Fleisch, sowie Fisch findest Du Magnesium.

Auch Magenkrämpfe können ein Symptom sein. Es wäre ratsam, das nicht schweigend durchzustehen, sondern daran zu arbeiten, denn Magnesiummangel kann vorzeitige Wehen auslösen.

Was passiert mit meinem Körper nun Neues?

Dass Deine Brüste etwas wachsen, wirst Du eventuell bereits bemerkt haben.

Solltest Du beim Schlafen wahrlich Probleme bekommen, dann versuche ruhig, mit einem Still-BH zu nächtigen, der den entsprechenden Halt geben kann.

Außerdem wirst Du kleine Erhebungen am Brustwarzenhof erkennen. Hier vergrößern sich Drüsen, um später das Stillen zu erleichtern und fetten sozusagen zur Pflege den Warzenhof, der ja noch beansprucht werden wird.

Es wäre durchaus möglich, dass Du ab jetzt immer mal einen Ausfluss bemerkst, der jedoch keinesfalls blutig sein sollte. Hier kannst Du Slipeinlagen beruhigt verwenden, aber verzichte auf Tampons.

Auch ist es nun soweit, dass Dein Körper Deine Schleimhäute kräftiger durchblutet, sodass vermehrt Zahnfleischblutungen auftreten können.

Foto © mick20 – Fotolia.com

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