37. Schwangerschaftswoche

Ganz bald bin ich da.

Du bist bestimmt schon nervös. Das Ende Deiner Schwangerschaft naht und Du bist in froher (und eventuell leicht ängstlicher) Erwartung auf die Geburt und somit Dein Baby. Du wirst es ganz bald ansehen, berühren, küssen, riechen und stillen dürfen. Nur Geduld, Du kannst nichts beitragen zum Geburtsbeginn, das entscheidet letztendlich Dein Baby zur rechten Zeit.

Was Dich gerade beschäftigt…

Alles! Du bist neugierig, ungeduldig, sehnsüchtig und eventuell etwas leidend.

Hast Du Deine Kliniktaschen schon fertig gepackt?

Ganz gleich, ob Wassergeburt oder nicht, ob natürlich oder via Kaiserschnitt, jede Frau möchte bewusst teilhaben am Wunder der Geburt.

Eine ausgesprochen schmerzarme Methode verspricht die PDA. Eine Periduralanästhesie entlastet Mutter und Kind, indem regional betäubt wird. Die Schmerzmittel, die Du während der Geburt dann appliziert bekommst, schaden Deinem Baby nicht. Diese Methode ist inzwischen sehr gängig und wird oft praktiziert, nimmt Stress, weil die werdende Mutter keine Angst vor Geburtsschmerz hat.

Die Einstichstelle am verlängerten Rücken wird örtlich betäubt, danach wird eine dünne Kanüle zwischen die Wirbel geschoben, um hier das Betäubungsmittel zu injizieren. Hierfür musst Du, trotz Kugelbauch, einen ganz runden Rücken machen, damit der Anästhesist gut in diesen Wirbelzwischenraum vordringen kann.

Ab hier darf ich wieder aus Erfahrung sprechen. Ich bekam die PDA aus anderen Gründen, nämlich ungeplant unter der Geburt, erinnere mich aber sehr gut daran. Das Betäubungsmittel durchflutete mich. Plötzlich fühlte sich alles wohlig warm an und ich fühlte mich wie in Watte gepackt. Hierbei wurde, im Gegensatz zur reinen Schmerzlinderung, die Motorik ausgeschaltet. Das bedeutet in Kurzform, dass meine Beine ganz schnell erschlafften, wenngleich ich noch versuchte, sie zu bewegen. Erst waren sie für wenige Sekunden sehr schwer und dann so leicht, als gehörten sie gar nicht mir selbst.

Dadurch wurde, in meinem Fall, ein ungeplanter Kaiserschnitt möglich. Ich bin bis heute dankbar für diesen medizinischen Fortschritt, der mir eine Narkose ersparte und mir ermöglichte, geistig absolut anwesend sein zu können, während mein Baby zur Welt kam.

Was macht mein Baby gerade?

Dein Kind schläft relativ viel. Im Anbetracht der mittlerweile vorhandenen Enge ist benimmt es sich im Grunde, wie ein Neugeborenes, was das Schlafverhalten anbetrifft. Viel Platz hat es für echte Turnübungen ohnehin nicht mehr und das Köpfchen sitzt bestimmt schon im kleinen Becken.

Aber als so unangenehm, wie es klingt, ist das Deinem Baby gar nicht. Übungswehen beschäftigen das Kleine, der Daumen ist auch im Bauch schon zum Nuckeln da. Und ein Nickerchen folgt auf das andere, immerhin ist so eine Geburt auch für Dein Kind kräfteraubend.

Bücken kannst Du Dich kaum noch, sitzen ist schmerzhaft oder unangenehm, Stehen solltest Du auch nicht so lange. Gehen ist anstrengend. Ab jetzt gibst Du bitte mal Arbeit ab! Das Haus putzen kann auch Dein Mann.

Jetzt ist Dein Kind bereits 48 Zentimeter groß und wiegt etwa knappe drei Kilogramm.

Welches Anzeichen ist sicher für eine baldige Geburt?

Wenige Tage vor der Geburt wird sich ein bisher schützender Schleimpfropf lösen, den Du beim Toilettengang bemerken wirst. Sehr zäh ist dieser Schleim und auffällig viel, die Farbe reicht von glasig bis rötlich-braun.

Dieser Zervixpfropf verschloss bis hierhin Deinen Gebärmutterhals. Löst er sich, kannst Du binnen 3 bis 4 Tagen mit einer Entbindung rechnen.

Foto © S.Kobold – Fotolia.com

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