Überfälligkeit: 41 + 42. Schwangerschaftswoche

Manche Kinder brauchen eben etwas länger.

Wenn Dein Baby bis zur 42. Schwangerschaftswoche immer noch keine Lust hat, auf die Welt zu kommen, wird nachgeholfen. Das Fruchtwasser würde gar nicht ausreichen und Deine Gebärmutter verkalkt allmählich, sodass Dein Kind nicht mehr ideal versorgt wäre.

Wie funktioniert eine Einleitung?

Sollte Dein Kind noch immer nicht da sein, wird es unterstützt. Allerdings ist die natürliche Geburt deutlich schonender für euch beide.

Bis zum 14. überfälligen Tag wird zunächst nur jeder Parameter kontrolliert und beobachtet, ob es Deinem Baby gut ergeht.

Danach wird Dir Dein Arzt eine Geburtseinleitung empfehlen oder sogar einen Kaiserschnitt. Hierbei kommt es auf euer beider Allgemeinzustand an.

Dein Gynäkologe oder Deine Hebamme können den Muttermund weiten, um die Geburt einzuleiten. Der Erfolg hierbei bleibt oft mäßig, nach weniger Wehen ist dann meist wieder Ruhe im Bauch.

Solltest Du beispielsweise Wehen haben, der Muttermund sich sogar schon leicht öffnen, aber der Blasensprung einfach nicht passieren, dann die Fruchtblase auch künstlich geöffnet werden.

Nach dem Öffnen der Fruchtblase rutscht das Baby abermals merklich nach unten hin ab, übt so Druck auf dem Muttermund aus und so beschleunigt sich die Geburt.

Maximal 24 Stunden wird nun abgewartet, ist Dein Baby bis dahin nicht da, muss gehandelt werden.
Solltest Du einen leicht geöffneten Muttermund haben, aber kein Wehen, kann Dein Arzt Dir ein Mittel applizieren, das die Wehen fördert.

Ein relativ risikoreiches Hilfsmittel ist ein Rizinus-Gemisch, das Du nicht ohne ärztliche Aufsicht einnehmen solltest. Deine Hebamme kann Dich hierbei ebenso unterstützen. Besagter Cocktail ruft Durchfall hervor, was wiederrum Druck auf dem Beckenboden ausübt. Die Wehen, die Du hierbei bekommen kannst, werden Dich beinahe übermannen aufgrund ihrer Heftigkeit.

Ein Gel, was im Muttermundbereich aufgelegt wird, kann die Wehen auch fördern. Prostaglandine sind aber auch als Zäpfchen oder Tabletten erhältlich, schlagen allerdings nicht bei jeder Frau an. Wenn das Geld wirkt, dann auch oft erst nach einigen Stunden.

Letzten Endes bleibt nach maximal 48 Stunden nach der begonnenen Einleitung nur eine Möglichkeit: Kaiserschnitt. Auch wäre es möglich, medikamentös die Einleitung zu unterbrechen, um dann erneut, nach einer Ruhepause, von vorn zu beginnen.

Ein Kaiserschnitt ist im Grunde das letzte Mittel, wenn nichts anderes mehr geht, da die natürliche Geburt die schonendste Variante darstellt.

Nach einem Kaiserschnitt

Ein Kaiserschnitt sollte selbstverständlich nicht einfach eine elegantere Geburtsvariante darstellen, ist aber nun mal ab und an aus gesundheitlichen Gründen der bessere Weg.

Die Narbe wird schnell verheilen, ein „großer Bauchschnitt“ ist das zwar, aber wird später kaum noch optisch auffallen, da der Schnitt sehr tief gesetzt wird, nämlich von Leiste zu Leiste, im Unterbauchbereich, wo normalerweise jedes Bikiniunterteil die schmale Narbe verdeckt.

Je schneller Du nach einem Kaiserschnitt wieder mobil wirst, desto elastischer wird das Gewebe und umso eher kannst Du Dich wieder freier bewegen. Etwa ein bis zwei Wochen Klinikaufenthalt sind normalerweise danach üblich.

Auch physiotherapeutische Übungen werden sehr schnell im Krankenhaus angeboten und helfen Dir, während der Heilungsprozess voranschreitet.

Die Fäden, die hierbei verwendet werden, sind selbstauflösend und müssen nicht extra gezogen werden.

Foto © S.Kobold – Fotolia.com

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